Ein Fotoshooting im Wald

Heute erzähle ich dir einmal, wie sich ein Fotoshooting bei mir anfühlt.

Ich möchte dir von einem Business Fotoshooting erzählen, welches ende Mai stattgefunden hat. Meine Kundin war bereits vorher einige male bei mir und sie wollte ihre Bilder für die Webseite auffrischen. Ausserdem ist sie regelmässig aktiv auf Instagram, weshalb wir auch Videos gemacht haben.

Geplant war ein Fotoshooting im Wald und wir wollten leichte, fröhliche und natürliche Bilder machen. Im Vorfeld habe ich für sie ein Moodboard erstellt und meine Kundin hat es mit eigenen Ideen ergänzt. Wir waren beide sehr motiviert, diese Bilder in unserem eigenen Stil produzieren zu können. Meine Kundin hat sich ein Foto gewünscht, mit einem Spiegel und ihr Beispiel Bild aus Pinterest war eines, auf dem eine Frau eine Spiegelscherbe in der Hand hält. Als ein paar Tage später bei mir im Quartier ein zerbrochener Spiegel am Strassenrand stand, war klar, dass ich den mitnehmen muss. Ich habe mich noch gefragt welcher Mensch auf die Idee kommt, einen kaputten Spiegel an den Strassenrand zu stellen? Wir haben bei uns eine Ecke, an die oft Dinge gestellt werden, die noch zu gut für den Abfallhof sind. Ein kaputter Spiegel jedoch gehört dort eigentlich nicht hin. Ich denke aber dass auch die Person, die ihn hingestellt hat sich gefragt hat, wer zur Hölle diesen Spiegel nun mitgenommen hat…

Zurück zum Fotoshooting.

Ich habe also eine Scherbe aus dem Spiegel rausgekriegt (Notiz an alle: nicht ohne Handschuhe und auch nicht Barfuss einen kaputten Spiegel bearbeiten…) und sie eingepackt. Da wir im Wald an verschiedene Orte gehen wollten, habe ich mir noch einen Bollerwagen geholt. Wir waren wohl beide Dankbar dafür.

Am Wald angekommen gingen wir motiviert los und schon bald waren wir an Location 1 angekommen. Ein Waldplatz, der Boden von Moos bedeckt, die Sonne schien durch die Bäume hindurch. Wir fühlten uns fast wie Waldfeen… Bis meine Kundin in etwas schleimiges getreten ist… Zurück in der Realität haben wir erste Ideen umgesetzt, die mehr oder weniger funktioniert haben…



Als wir unsere Bilder hatten, sind wir weiter gezogen zur nächsten Location und wiederholten dort das ganze. Also nicht die Bilder natürlich sondern das abladen des Gepäcks, positionieren am besten Platz und freudig unsere Fotos kreieren. Der nächste Spot war etwas weiter weg. Merci noch einmal für das erfrischende Mate, das hat das Wagenziehen deutlich erleichtert ;)

Nun sind wir an meinem liebsten Ort angekommen. Nur selten biete ich dort ausgewählte Fotoshootings an und ich sage auch nicht, wo dieser Ort ist. Es ist ein Naturschutz Gebiet und ich beobachte leider immer wieder Menschen (und auch Fotografen!!) die durch das Moor durchwatschen und alles nieder trampeln. Unnötig!!

Für mein Empfinden sind hier die besten Bilder entstanden. Die Stimmung war schön, ein Reh hat uns bei der Arbeit zugeschaut (oder nicht) und das Licht war gerade perfekt.


Ich finds wunderschön… Du? Hast du das Reh entdeckt?

Doch nun kommen wir doch einmal zu den Bildern mit dem Spiegel ok? Immerhin habe ich mich blutig geschnitten für diese Fotos, da will ich sie dir nicht vorenthalten =)

Für diese Fotos sind wir etwas tiefer in den Wald gegangen. Es gibt da eine Stelle, die finde ich wunderschön. Sie ist etwas düster und daher eine kleine fotografische Herausforderung. Die Bilder erhalten dadurch aber eine gewisse mystische Stimmung und das gefällt mir unheimlich gut. Langsam wurden wir ein bisschen müde. Wir haben ja auch immer wieder Videos gemacht und waren bestimmt schon eine Stunde unterwegs. Dass ein Fotoshooting körperlich und auch mental anstrengend ist, wird immer wieder unterschätzt. Auch von mir. Zudem sind wir in der Halbzeit angekommen und da gibt es manchmal einen Moment, in dem die Energie etwas flöten geht. Doch die Ergebnisse der Bilder haben diese Energie sofort wieder zurück geholt.

Wir haben uns besprochen und definiert, welche Bilder wir noch machen wollen und wo das am besten geht. Also sind wir los gezogen zu unseren letzten zwei Spots. Für den einen Ort liessen wir unseren Wagen stehen, denn wir wollten ihn nicht über Wurzel und Steine ziehen müssen. Ausserdem war der kürzeste Weg dorthin wohl schmaler, als der Wagen selbst… Wir haben noch ein paar tolle Fotos und Videos gemacht. Als wir eigentlich fertig waren, ist uns noch eine weitere Idee in den Sinn gekommen. Ich erlebe dies oft, dass zum Schluss des Fotoshootings, die Ideen noch einmal sprudeln und eine erneute Energie aus dem nichts auftaucht. Das Licht wurde aber langsam kritisch also sind wir zügig zurück zum Parkplatz gegangen, weil wir die letzten Bilder dort machen wollten. Der Mond ist bereits aufgegangen und wir haben Fotografiert und gefilmt, bis es wirklich nicht mehr ging. Ich habe mir sogar kurz überlegt, ob ich mein Auto in Position bringen soll, um mit den Scheinwerfern Licht machen zu können. Im Nachhinein bereue ich es ein bisschen, ich plane die wohl für ein nächstes Fotoshooting mal so ein…

Für mich war es ein rundum gelungenes Fotoshooting und dies trotz der Hitze, des Schleimes am Boden und der nicht immer einfachen Lichtverhältnisse. Ich bin mir sicher, dass die Webseite von meiner Kundin bald mit diesen Bildern aufgefrischt werden kann. Das Video, welches aus diesem Fotoshooting entstanden ist, kannst du auf meinem Instagram Profil nathalie_pfister sehen. Folge mir da, wenn du es nicht eh schon tust =)

Ich hoffe du hast einen Eindruck in meine Art der Fotoshootings erhalten. Falls du für dich auch gerne solche oder ähnliche Bilder haben möchtest, schreib mir eine Nachricht und wir finden gemeinsam heraus, was für dich am besten passen würde.

Herzlich,

Nathalie


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